Wie tief kann ein Mensch tauchen?

Wie tief kann ein Mensch tauchen

Wie tief kann ein Mensch tauchen? Diese Frage haben sich bestimmt viele, die mit dem Tauchen anfangen möchten gestellt.
Um diese Frage richtig zu beantworten muss grundsätzlich unterschieden werden zwischen Apnoe-Tauchen und Gerätetauchen.
Beim Apnoe-Tauchen (Tauchen mit angehaltener Atemluft) oder auch Freitauchen genannt wird für den gesamten Tauchgang nur ein Atemzug benutzt. Der Rekord beim Apnoe-Tauchen liegt aktuell in 214 m Tiefe.
Eine Sonderrolle des Apnoe-Tauchen spielt hierbei das Schnorcheln. Ein Schnorchler verwendet dabei ein Schnorchel und eine Schnorchelmaske und hält sich in der Regel an der Wasseroberfläche und taucht nur ganz kurz in geringen Tiefen.
Im Gegensatz dazu ist das Geräte-Tauchen eine Form des Tauchens mit einem Pressluft-Tauchgerät oder auch Drucklufttauchgerät (DTG) und gehört zu den wichtigsten Komponenten einer Tauchausrüstung. Beim Geräte-Tauchen liegt der Rekord aktuell bei  332,35 Metern Tiefe und wurde im Jahr 2014 aufgestellt.

Sporttauchen

Das Sporttauchen ist in erster Linie ein reines Hobby. Primär spielt hier der individuelle Spaßfaktor und die Erkundung der Unterwasserwelt eine Rolle.
Die meisten Tauchbasen verlangen bei dieser Freizeitbeschäftigung einen Tauchschein. Die Tauchausbildung wird von verschiedenen Tauchorganisationen angeboten, bspw.  PADI, CMAS oder SSI. Als Atemgas wird beim Sporttauchen hauptsächlich Druckluft und Nitrox verwendet.  Ab einen Partialdruck von ca. 1,2 bis 1,6 Bar wirkt sich dieses Atemgasgemisch toxisch auf unser zentrales Nervensystem und die Folge ist eine Sauerstoffvergiftung. Üblicherweise hält sich jedoch ein Sporttaucher in einer Tiefe von 30 bis 40 Meter auf.  Um eine Taucherkrankheit zu vermeiden sind Dekompressionsstopps erforderlich. Die Dauer solcher Stopps ist abhängig von der  Tauchtiefe, Tauchzeit und welche Atemgasgemische verwendet wurden. Eine Tauchtiefe von 50 Meter wird beim Sporttauchen im Regelfall nicht unterschritten.

Berufs- und technische Taucher

Technischer TaucherBerufs- und technische Taucher arbeiten bis zu einer Tiefe von 200 Meter. Um in solchen Tiefen arbeiten zu können muss ein Taucher nach jedem Tauchgang eine gewisse Zeit in einer Dekompressionskammer zubringen, um die Übersättigung abzubauen. Eine solche Maßnahme nennt man Sättigungstechnik. Darüber hinaus ist es notwendig bei jedem Tauchgang mehrere Tauchflaschen mitzuführen, die mit unterschiedlichen Gasgemischen gefüllt sein müssen, wie z. B. Trimix, Nitrox, Heliox und Hydreliox

 


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